KASPAR ZBINDEN
Schweiz


Informatik als Hobby

 

Hineingewachsen

Mit meinem Hobby habe ich die ganze Entwicklung vom Heimcomputer mit 1 MHz über den 8086er mit 10 MB Festplatte, zum 80286er mit 300er und später 2'400er Modem mitgemacht. Der Umstieg von DOS 3.2 auf Windows 3.1 und später Windows 95 war ein grosser Schritt. OS/2 habe ich auch kurz ausprobiert und war von der Stabilität und der pro Programm individuell einstellbaren Umgebung fasziniert (unter DOS brachte man es fast nicht fertig, den Programmen die geforderten 600 Kb RAM freizuschaufeln - OS/2 hatte da gar keine Probleme). Schlussendlich bin ich bei Windows 95, NT, 2000, XP hängengeblieben.

Commodore C=64 (6510) - der Brotkasten mit 64KB RAM

Schon seit der Zeit, als mein Vater ein Commodore 64 mit Datasette und später zusätzlich einer 1541 (5 1/4" Floppy) kaufte waren Computer mein Hobby. Dazu gehörte neben ausgiebigem Studium von Fachliteratur und Computerzeitschriften auch das Verfassen von kleinen BASIC-Programmen.

GW-BASIC mit IBM XT (8086) - Programmieren macht Spass

Mein erstes BASIC-Programm, das in einer Zeitschrift erschienen ist, schrieb ich mit 16 Jahren. Es ging darum für Dagobert Duck zu berechnen, wie eine Schachtel aus einem A4-Papier gefaltet werden muss um möglichst viel Goldstaub transportieren zu können. Um die optimale Höhe berechnen zu können, habe ich das BASIC-Programm so geschrieben, dass es sich langsam ans Ziel herantastet: zuerst probierte es ganze cm, sobald feststeht, zwischen welchen zwei ganzen cm das Maximum liegt, verkleinert das Programm die Schrittzahl um den Faktor 10. Nach ein paar Schritten mit diesem System, hat man die optimale Höhe ziemlich genau berechnet. Als 16jähriger auf jeden Fall. Man könnte natürlich auch ein Gleichungssystem aufstellen, das hat mein Vater damals gemacht. Beide haben die Lösung eingeschickt, beide wurden erwähnt. Ich war mächtig stolz auf mein kleines Progrämmchen.

Bis zu einem Abdruck in eine Zeitschrift hat es später nur noch ein Assemblerprogramm geschafft, das aus der DOS-Zeile aufgerufen werden konnte und den Status der ALT-/Scroll-Lock-Tasten als Errorlevel zurücklieferte. Es war nur wenige Bytes lang, eine schöne .com-Datei, die nichts anderes machte, als den Status über einen Interrupt abzufragen und als Errorlevel zurückzuliefern. Keine grosse Sache, aber man konnte immerhin die autoexec.bat so anpassen, dass während dem booten mit gedrückter Scroll-Lock-Taste eine andere Umgebung geladen wurde, als bei nicht-gedrückter Scroll-Lock-Taste. Zu DOS-Zeiten war das etwas Wert.

Irgendwann habe ich dann den Sprung von der "64er" und der "Happy Computer" zur "DOS International" und später zur c't geschafft. Heute ist die c't die einzige Computerzeitschrift, die ich systematisch und regelmässig lese.

Datenfernübertragung (DFUe) - Kommunikation ist alles

Richtig spannend wurde die Zeit der BBS-Systeme - allen voran I-Link und CH-Link (Danke Roland Hausin!) - und dem damit verbundenen weltweiten Austausch von Meldungen. Englische Texte zu schreiben konnte man bei der Diskussion mit Amerikanern, Pakistanern und Kanadiern vortrefflich üben. Werbung gab es in den Diskussionsbrettern keine, es war eine abgeschlossene Welt, nur für Mitglieder.

Das Internet - erste Schritte habe ich im Computerrraum der ISR in Rapperswil SG, sowie zu Hause mit einer Gratis-CD von Compuserve gemacht - verdrängte dann die BBS-Systeme relativ rasch. Gleichzeitig fielen die Surftarife massiv.

Neben den positiven Entwicklungen wie Breitbandzugängen und kostengünstigen Hostingangeboten gibt es leider auch viele negative Entwicklungen, die durch die offene und freie Struktur des Internet begünstigt wurden. Dies sind einerseits die immer häufiger auftretenden Werbemails und die Würmer und Viren.

Beim heutigen Aufkommen von Werbemails wünsche ich mir diese Zeit ab und zu zurück. Nicht ernsthaft, aber es hatte eben schon etwas für sich.

Lieblingsthemen und Links

Meine Lieblingsthemen zum Internet sind: Anti-SPAM-Massnahmen, HTML, DNS, Security, Domains, TCP/IP.

Die besten Bücher dazu gibts von O'Reilly oder diejenigen aus der "... for Dummies"-Reihe.

 

Literatur

Gerne lese ich spannende Bücher von Allistair McLean, John Grisham, ... aber auch systemkritische Bücher von Michael Moore oder parodierende Sci-Fi-Literatur vom Autor des absoluten IT-Klassikers "Hitchhiker's Guide to the Galaxy". Douglas Adams ist leider verstorben, aber seine fünfbändige Trilogie, die BBC-Reihe und das Online-Lexikon bleiben unvergessen.

 

     

Film und Fersehen

   

Meine Lieblingssendung war "The Site" von Soledad O'Brien und "The Tonight Show" mit Jay Leno. Leider wurde die erste Sendung irgendwann aufgegeben und die zweite ist auf dem Netz der Cablecom nicht empfangbar.

Im Moment schaue ich gerne 24 und zwar auf Deutsch oder Englisch, notfalls auch auf Französisch.

 


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